Seit Jahrzehnten verbringen Ethel und Norman Thayer den Sommer in ihrem Ferienhaus am goldenen See. Der Ort steckt voller lebendiger Erinnerungen und ist für das Paar ein geliebter Rückzugsort, an dem die Zeit ein wenig langsamer zu verstreichen scheint als anderswo. Doch der achtundvierzigste Sommer am See nimmt in vielerlei Hinsicht einen anderen Verlauf, als es das Paar geplant hatte. Kurz vor seinem 80. Geburtstag wird für Norman die vertraute Umgebung zunehmend brüchig und Erinnerungen verblassen.
Zudem kommt nach langer Zeit ihre Tochter Chelsea zu Besuch. Sie hat sich nie wirklich mit dem Vater verstanden und so schwelen die unausgesprochenen Konflikte wieder auf. Doch Chelsea kommt in diesem Jahr nicht allein, in ihrem Leben hat sich viel verändert, sie reist mit ihrem zukünftigen zweiten Ehemann und dessen Sohn Billy an. Das Paar möchte den Sommer in Europa verbringen und bittet Ethel und Norman, den Jungen für diese Zeit zu sich zu nehmen. Während sich Ethel schnell mit dem unerwarteten Feriengast anfreundet, weiß Norman nicht so recht, was er mit einem pubertierenden Jungen von vierzehn Jahren anfangen soll. Billy gelingt es jedoch, sofort einen Draht zu dem bärbeißigen alten Mann aufzubauen und er bringt bei Norman etwas zum Vorschein, das dieser ansonsten hinter der rauen Fassade gut zu verbergen weiß.
„Das Haus am See (On Golden Pond)“ von Ernest Thompson – 1979 uraufgeführt – war ein Dauerbrenner auf den Broadwaybühnen und wurde in über vierzig Ländern inszeniert. Für die Verfilmung aus dem Jahre 1981, mit Katharine Hepburn, Jane Fonda und Henry Fonda in den Hauptrollen, erhielt der Autor einen Oscar für das beste Drehbuch.
Aus dem Amerikanischen von Ella Dietrich
Regie: Philipp Otto
Bühne und Kostüme: Norman Heinrich


