Theaterkompass.de Logo

Die Nibelungen. Kriemhilds Rache

Uraufführung/Premiere am 01. Oktober 2021
Die Nibelungen thematisieren den Konflikt zwischen Recht und Unrecht und stellen die Frage nach der Selbstbestimmung der Frauen in einer von Männern dominierten Welt. Kriemhild und Brunhild brechen aus dem Mythos aus und setzen dem Wahn der Männer die Wut der Frauen entgegen.
© Thomas Rabsch

Ist es nicht skandalös, dass diese Nibelungen, diese gesinnungsethiker der übelsten Sorte, die Messlatte dessen sind, was als deutsch zu gelten hat? Und ist es nicht mindestens ebenso skandalös, dass der Satz vom Recht, das Recht bleiben müsse, für die Frauen im Stück nicht gilt? Dass sie verraten werden und verkauft, bis sie ihrerseits zur Konsequenz gezwungen werden, die da heißt: »Was Unrecht ist, muss endlich Unrecht genannt werden!«

Regisseur Stephan Kimmig verlegt den gespenstischen Nationalmythos der Deutschen ins bürgerliche Wohnzimmer – und richtet den Fokus auf die Frauen der Sage. Auf Kriemhild und Brunhild, die aus dem Mythos ausbrechen, um dem Wahn des Mannes die Wut der Frau entgegenzusetzen.

Kimmig, der zu den prägenden Regisseuren seiner Generation gehört, inszenierte in Düsseldorf zuletzt Bergmans »Fanny und Alexander«. Für seine Interpretation der »Nibelungen« entstand in enger Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Autorin Lea Ruckpaul ein Nachspiel, das mit Hebbels Text im Dialog steht.

Mitwirkende

Lea Ruckpaul(Autor/in)
Joscha Baltha(Schauspieler/in)
Florian Lange(Schauspieler/in)
Minna Wündrich(Schauspieler/in)
Oliver Helf(Bühnenbild)
Sigi Colpe(Kostümbild)
Nils Strunk(Komponist/in)
Robert Koall(Dramaturgie)

Spielzeiten

Freitag, 01. Oktober 2021 (Premiere / Uraufführung)

Teile den Beitrag auf

Background image of the page