Sein aktuelles Werk ist der »missing link« zwischen den Iphigenie-Opern Christoph Willibald Glucks und der ›Elektra‹ von Richard Strauss. Die betrogene Klytämnestra kommt nun endlich zu Wort. In Mykene erfährt man von der Rückkehr des Königs Agamemnon, der nach zehn Jahren Krieg Troja erobert hat und nun mit Kassandra als Sklavin und Mätresse nach Hause kommt. Seine Gattin Klytämnestra kann ihm weder die damalige Opferung ihrer Tochter Iphigenie noch den jetzigen Ehebruch verzeihen und nimmt furchtbare Rache.
Nachdem die Hochwasserschäden am Opernhaus eine Verlegung nötig machten, konnte die Oper Wuppertal mit dieser Außenspielstätte einen Ort gewinnen, der auch von der technischen Ausstattung her eine vollwertige Aufführung ermöglicht. Die Uraufführung des Auftragswerks beim Koproduktionspartner, dem Stadttheater Klagenfurt, konnte pandemiebedingt nur vor einem Fachpublikum stattfinden. In Leverkusen wird Salvatore Sciarrinos neueste Oper nun erstmals dem Publikum zugänglich gemacht.
Nigel Lowery, der bereits ›Hoffmanns Erzählungen‹ an der Oper Wuppertal inszeniert, zeichnet in dieser Produktion wieder für Inszenierung, Bühne und Kostüme verantwortlich. Gleichzeitig stellt sich mit ›Il canto s'attrista, perché?‹ der neue 1. Kapellmeister der Oper Wuppertal Johannes Witt dem Publikum vor.
Szenen nach Aischylos von Salvatore Sciarrino. Libretto vom Komponisten, Auftragswerk in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Nachgeholte Deutsche Erstaufführung von Mai 2020. Koproduktion der Uraufführung mit dem Stadttheater Klagenfurt.


