Hamlet wird von dem Gedanken getrieben, den Mord rächen zu müssen und rebelliert. Enttäuscht von der in den Alltag verstrickten, abgeklärten Elterngeneration, aber ohne eigene Vision und ständig mit Fragen nach dem Sinn des Lebens beschäftigt, schlägt er Aufmerksamkeit provozierend wild um sich, ohne genau zu wissen, was er da tut. Hamlet setzt schließlich ein Rad der Gewalt in Gang, durch das am Ende alle zu Tode kommen – und bleibt trotzdem auch ein tief verletztes Kind, dessen Charisma sich niemand entziehen kann.
Das Ensemblestück über den Prozess des Erwachsenwerdens und das Wesen der Rebellion wird in einer von Regisseur und Intendant Francis Hüsers gekürzten Fassung gezeigt. Schauspieler James Dean in dem Film „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ von 1955, der zur Ikone des Jugendprotestes geworden war, inspirierte das Regieteam mit Ausstatter Mathis Neidhardt zu einem poetisch realistischen Setting mit einer 50er-Jahre-Tankstelle. – „Hamlet“, vielschichtiger und nach wie vor brisanter Klassiker, bietet komische, anrührende sowie intellektuell anregende Momente und somit beste Theater-Unterhaltung.
Für die Licht- und Videogestaltung zeichnen Martin Gehrke und Hans-Joachim Köster verantwortlich, die dramaturgische Begleitung hat Lisa Könnecke übernommen.
Die Produktion „Hamlet“ gehört zum Projekt „Jede*r Schüler*in ins Theater Hagen“, innerhalb dessen, finanziert vom Theaterförderverein Hagen e.V., (Schul-)Gruppen ein kostenloser Besuch einer der Vorstellungen dieses Werkes ermöglicht wird (Kontakt: gruppen@theaterhagen.de).


