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algo pasó (la última obra)

Uraufführung/Premiere am 23. Oktober 2021
Thomas Köck, ein vielfach ausgezeichneter Autor, widmet sich in seinem neuen Werk algo pasó (la última obra) dem Thema des Verschwindens als politischem und philosophischem Phänomen. In Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Theaterkollektiv Bola de Carne wird das brisante Thema der „Verschwundenen“ behandelt.
© Björn Klein

Die Inszenierung umkreist das brisante Thema der „Verschwundenen“ („los desaparecidos“), Menschen, die aufgrund staatlicher oder organisierter Gewalt verschleppt oder ermordet werden, ihre Zahl in Mexiko wird auf 85.000 Opfer geschätzt. Doch nicht nur Menschen, auch Waffen verschwinden, die von deutschen Firmen in mexikanische Bundesstaaten geliefert werden, in die sie nie hätten gelangen dürfen. Auch Spuren der deutschen Emigration in Mexiko werden aufgegriffen.

Ästhetischer Ausgangspunkt der Inszenierung ist die Idee des Archivs, die ihren Niederschlag in der Raumanordnung findet. Verschwundene Dinge hinterlassen Spuren, doch wer entscheidet, was in Archiven gespeichert wird und welche Geschichten überliefert werden? Was bleibt, was wird erinnert? Welche Spuren hinterlassen Menschen, die verschwinden, welche Spuren hinterlassen ganze Zivilisationen, die verschwinden? Und was bedeutet das Verschwinden eigentlich für die Kunst? Für das Theater? Dieses immer flüchtige Medium, das vielleicht überhaupt nur im Verschwinden existiert?

Thomas Köck entwickelt mit seinem Team eine komplexe, mit den Ebenen Musik und Video spielende Gesamtkomposition, die sich durch Räume der Erinnerung bewegt.

Die Uraufführung algo pasó (la última obra) entsteht als Koproduktion mit Cultura UNAM und dem Teatro UNAM in Mexiko-Stadt, dem Théâtre National du Luxembourg und dem Goethe-Institut Mexiko. Die Idee zu diesem internationalen Projekt entstand während eines Arbeitsaufenthalts von Thomas Köck in Mexiko-Stadt in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Theaterkollektivs Bola de Carne. Die Texte werden auf Spanisch und Deutsch gesprochen und jeweils übertitelt.

Mitwirkende

Thomas Köck(Autor/in)
Anna Laner(Regie)
Andreas Spechtl(Komponist/in)
Daniel Primo(Bühnenbild)
Carolin Losch(Dramaturgie)
Bernardo Gamboa(Schauspieler/in)
Micaela Gramajo(Schauspieler/in)
Timo Wagner(Schauspieler/in)
Annina Walt(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 23. Oktober 2021 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 24. Oktober 2021
Sonntag, 24. Oktober 2021
Dienstag, 26. Oktober 2021
Mittwoch, 27. Oktober 2021
Freitag, 29. Oktober 2021
Samstag, 30. Oktober 2021
Samstag, 30. Oktober 2021
Sonntag, 31. Oktober 2021
Sonntag, 31. Oktober 2021
Montag, 01. November 2021
Montag, 01. November 2021
Dienstag, 02. November 2021
Mittwoch, 03. November 2021 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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