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Die Turing-Maschine

in Wolfgang Borchert Theater
Uraufführung/Premiere am 29. September 2021
Die Lebensgeschichte des britischen Mathematikers Alan Turing wird mit Feingefühl erzählt. Trotz seiner herausragenden Leistungen in der Mathematik und Kryptologie musste er aufgrund seiner Homosexualität um seine Würde kämpfen.
© Tanja Weidner

Aufgrund seiner ungewöhnlichen Fähigkeiten in Kryptologie und im Lösen von Gleichungen mit vielen Unbekannten warb das britische Militär ihn im Zweiten Weltkrieg an und brachte ihn zum streng geheimen Labor im Bletchley Park, wo er unter Hochdruck an der Dechiffrierung der deutschen Enigma arbeitete – ein Verschlüsselungsapparat der deutschen Wehrmacht, um Funksprüche zu codieren. Und dies mit Erfolg: Es wird geschätzt, dass durch Turings Arbeit der Krieg um ca. zwei Jahre verkürzt wurde. Durch eine strafrechtliche Verurteilung wegen homosexuellen Handlungen wurde er 1952 angeklagt – er unterzog sich einer Hormontherapie und nahm sich zwei Jahre später das Leben.

Der französische Autor und Schauspieler Benoît Solès (*1972) erzählt die Lebensgeschichte Turings mit Feingefühl und Sensibilität für einen Wissenschaftler, der trotz höchster Verdienste wegen seiner Homosexualität um sein Wohl und um seine Arbeit sorgen musste – ein Appell an die Wahrung der Würde und Gleichheit einer jeden Person. Die Uraufführung von "La Machine de Turing" fand 2019 im Pariser Théâtre Michel statt und wurde dort vierfach mit dem französischen "Oscar", dem "Molière" ausgezeichnet. In Deutschland wurde das Stück im Oktober 2020 im Hamburger Theater im Zimmer deutschsprachig erstaufgeführt. Das WBT ist das zweite Theater im deutschsprachigen Raum, welches dieses Stück auf den Spielplan setzt. Ensemble-Neuzugang Alessandro Scheuerer ist als Alan Turing in seiner ersten Hauptrolle zu sehen, Florian Bender übernimmt im fliegenden Wechsel alle anderen Figuren. Regisseur Meinhard Zanger und Bühnenbildnerin Stephanie Kniesbeck setzen weiterhin eine besondere Videoinstallation ein – ganz im Zeichen des Computer-Urvaters.

Meinhard Zanger inszeniert die Geschichte des über lange Zeit unbekannten und wegen Homosexualität verurteilten Mathematikers und Kryptoanalytikers Alan Turing, der den Enigma-Code der Nazis dechiffrierte und sich infolge einer Hormontherapie 1954 das Leben nahm.

Mitwirkende

Florian Bender(Schauspieler/in)
Alessandro Scheuerer(Schauspieler/in)
Stephanie Kniesbeck(Bühnenbild)
Tanja Weidner(Dramaturgie)
Annika Bade(Dramaturgie)

Spielzeiten

Mittwoch, 29. September 2021
Donnerstag, 30. September 2021
Freitag, 01. Oktober 2021
Dienstag, 12. Oktober 2021
Mittwoch, 13. Oktober 2021
Donnerstag, 14. Oktober 2021
Donnerstag, 28. Oktober 2021 (Premiere / Uraufführung)

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