In einem Taxi, mit Wodka, Schlaftabletten und 600 000 Franken im Gepäck reist das tragikomische Gespann durch die Schweizer Berge und zugleich durch die eigene, von mondänem Jet-Set, Nationalsozialismus, Missbrauch, Krankheit und Sucht geprägte Vergangenheit der Familie. Der Erzähler versucht, der kranken Mutter ein letztes Mal zu begegnen. Dieser Versuch führt ihn zu längst verdrängten Abgründen in der Familiengeschichte.
Kracht war 2021 mit »Eurotrash« für die Short-List des Deutschen Buchpreises nominiert. Jan Bosse stützt sich in seiner Inszenierung nicht nur auf die grotesken, witzigen und berührenden Situationen, in die Mutter und Sohn auf ihrem Roadtrip geraten, er entwickelt zugleich aus dem Verschwimmen von Vergangenheit und Gegenwart, Lebens- und Afrika-Reise, Erinnerung und Fantasie, Literatur und Wirklichkeit eine eigene Bühnenreise.


