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Doitscha

Uraufführung/Premiere am 18. Dezember 2021
David nutzt jede Gelegenheit, seinen deutschen Vater zu provozieren. Dabei übersieht er, dass er trotz seiner jüdischen Mutter selber ein halber Doitscha ist. Diese Erkenntnis muss ihm beim gemeinsamen Essen vermittelt werden.
© Stadttheater Bremerhaven

In feinen, nur vordergründig alltäglichen Familiengeschichten erzählt Doitscha von dem Zusammenleben von Juden und Deutschen über 70 Jahre nach dem Holocaust. Im Zentrum steht Adriana, unschwer als Alter Ego der Autorin zu erkennen, die sehr offen, sehr lustig und sehr direkt von ihrem Leben mit ihrem westfälischen Mann Georg und ihren Söhnen David und Sammy erzählt. Geschickt wechselt hierbei die Autorin Altaras von Kapitel zu Kapitel die Perspektive, sodass neben den einzelnen Familienmitgliedern auch ihre uralte Tante Jele aus Italien, ihre Therapeutin Dr. Luise, Davids dicker Patenonkel Aron und dessen großer Bruder Robbi zu Wort kommen.

So entsteht ein vielstimmiges, buntes, lebenslustig-melancholisches Bild einer deutsch-jüdischen Gegenwart, die die Geister der Vergangenheit als ständige Begleiter annehmen kann, ohne ihnen so viel Platz einzuräumen, dass sie den Blick in die Zukunft verstellen. Es ist ein verletzliches Verhältnis, von dem Altaras schreibt, aber es wird langsam zu einem Verhältnis, in dem es möglich scheint, gemeinsam nach vorne zu blicken.

Mitwirkende

Sven Hansen(Kostümbild)
Marsha Zimmermann(Schauspieler/in)
Henning Bäcker(Schauspieler/in)
Leon Häder(Schauspieler/in)
Jens Bache(Schauspieler/in)
Isabel Zeumer(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 18. Dezember 2021 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 22. Dezember 2021
Donnerstag, 30. Dezember 2021
Freitag, 07. Januar 2022
Sonntag, 09. Januar 2022
Freitag, 21. Januar 2022
Sonntag, 23. Januar 2022
Donnerstag, 27. Januar 2022
Samstag, 29. Januar 2022
Samstag, 05. Februar 2022
Mittwoch, 23. Februar 2022
Sonntag, 27. Februar 2022 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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