Polizei und Medien stürzen sich auf sie. Liebe, Flucht, ein kostspieliger Ring, eine junge Schönheit, unbekannte Herren – der Stoff aus dem Front-Page-Stories gemacht werden. Am Ende wird Katharina so weit getrieben, dass sie zur Waffe greift.
Katharina Blum entwickelt sich auf der Bühne zu einem Spiel um Meinungsterror, Marginalisierung und Macht. Die Inszenierung von Franziska Autzen zeigt ein wütendes Pamphlet gegen die Beschränkung des Menschen auf gesellschaftlich definierte Geschlechter- und Rollenklischees und wird zu einem Plädoyer für das Recht auf Selbstbestimmung. Was bleibt am Ende, wenn man Gefahr läuft, die eigene Autonomie zu verlieren?
Franziska Autzen setzt sich in ihrer Arbeit kontinuierlich mit dem Thema Selbstbestimmung und der Macht von Sprache auseinander. Bereits in der letzten Spielzeit hat sie mit der performativen Collage „REVOLution. Ein musikalischer Aufschrei mit Punk, Politik und Pussys“ diese Themen für ein junges Publikum auf die Bühne gebracht.


