Mozart-Verehrer Strauss machte folglich auch nicht das historisch korrekte Menuett, sondern den Wiener Walzer des 19. Jahrhunderts zum musikalischen Symbol dieser halb erfundenen, halb nostalgisch rekonstruierten Welt und schuf eines seiner anrührendsten Werke.
Wien zur Zeit Maria Theresias. Die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg und ihr Geliebter, der junge Graf Octavian, werden nach einer Liebesnacht durch einen grobschlächtigen Verwandten der Fürstin, den Baron Ochs auf Lerchenau, gestört. Bevor er ungebeten ins Gemach tritt, kann sich Octavian noch als Kammerzofe verkleiden. Ochs bittet die Feldmarschallin, ihm für seine Hochzeit mit einer wohlhabenden, jungen Bürgerlichen einen Adligen zu empfehlen, der nach alter Sitte der Braut am Hochzeitstag eine silberne Rose überreichen kann.
Während Ochs mit der vermeintlichen Kammerzofe zu flirten versucht, benennt die Feldmarschallin Octavian als Rosenkavalier. Als Octavian dann der Braut Sophie schließlich die Rose überreicht, können die beiden ihre Blicke nicht voneinander lassen. Ochs aber beharrt auf der Erfüllung des Ehevertrages. In Gestalt der Zofe lockt Octavian ihn deshalb in eine Schenke, um ihn in eine kompromittierende Lage zu versetzen. Die Feldmarschallin erkennt, dass sie den jungen Mann verloren hat und ergibt sich ihrem Schicksal.
In deutscher Sprache mit zusätzlichen Übertiteln
Aufführungsdauer ca. 4 Stunden — zwei Pausen


