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Leben des Orest

Uraufführung/Premiere am 01. Oktober 2022
Orest muss lange wandern und viel erleben, bis der Familienfluch ihn entlässt. Opulent und unterhaltsam schildert die Oper Leben des Orest die antike Geschichte mit ungeahnten neuen Wendungen.
© Martina Pipprich

Ernst Křenek gelang mit allen Mitteln der großen Oper des 19. Jahrhunderts, mit Jazz-Idiomen und volkstümlicher Wiener Vorstadtmusik verbunden mit einer avancierten Musiksprache seiner Gegenwart ein eingängiges Stück über die Suche des Orest nach seinem eigenen Weg aus der Tragödienfamilie der antiken Orestie. Mitreißend und unterhaltsam und gleichzeitig völlig neu und unbekannt richtete sich dieser Opernabend schon zu seiner Entstehungszeit an ein breites Publikum und verhandelte unter der Hand auch die Frage nach Zukunft und Gegenwart der Gattung Oper.

Das Libretto schrieb der Komponist selbst, beseelt von der Idee, die allseits bekannten, doch stets auf Ausschnitten der Orestie beruhenden Stücke um die Familie von Orest, in einem Opernabend zu vereinen. Doch er bietet zudem ungewöhnliche Einblicke in den Mythos der Orestie, die in den bekannten Vorlagen nicht Teil des Werks sind. Leben des Orest gilt als eine Synthese von Křeneks bisherigem Opernschaffens.

Die gebürtige Österreicherin Magdalena Fuchsberger, von der Fachzeitschrift OPERNWELT 2019 als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ nominiert, inszeniert die lange nicht mehr gespielte Oper als eine Hymne auf das Theater mit großen Tanzeinlagen, choreografiert von Alexander Novikov, Bühne und Kostümen von Monika Biegler und einer Videoarbeit von Aron Kitzing, für die das Regie-Team schon im Vorfeld an Originalschauplätzen des antiken Mythos gedreht hat.

Zu Beginn der Eröffnungsspielzeit 2022/23 des neuen Leitungsteams um Generalintendantin Dr. Katharina Kost-Tolmein, die thematisch von der Frage „Was erhoffst du dir für die nächste Generation?“ ausgeht, bringt das Theater Münster in den Sparten Tanz, Schauspiel und Musiktheater vier Produktionen rund um das antike Familiendrama der Orestie heraus. Dabei geht es um generationsübergreifende Fragen des Erbes, der Nachfolge, Rache und Schuld.

mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Golo Berg
Inszenierung: Magdalena Fuchsberger
Bühne & Kostüme: Monika Biegler
Video: Aron Kietzig
Choreografie: Alexander Novikov
Choreinstudierung: Anton Tremmel
Dramaturgie: Ana Edroso Stroebe

Mitwirkende

Golo Berg(Musikalische Leitung)
Alexander Novikov(Choreografie)
Monika Biegler(Kostümbild)
Aron Kietzig(Videodesign)
Anton Tremmel(Dramaturgie)
Brad Cooper(Schauspieler/in)
Wioletta Hebrowska(Schauspieler/in)
Margarita Vilsone(Schauspieler/in)
Katharina Sahmland(Schauspieler/in)
Johan Hyunbong Choi(Schauspieler/in)
Garrie Davislim(Schauspieler/in)
Anping Lu(Schauspieler/in)
Helena Köhne(Schauspieler/in)
Gregor Dalal(Schauspieler/in)
Ki Hoon Yoo(Schauspieler/in)
Robyn Allegra Parton(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 01. Oktober 2022 (Premiere / Uraufführung)
Montag, 03. Oktober 2022
Samstag, 08. Oktober 2022
Sonntag, 16. Oktober 2022
Mittwoch, 19. Oktober 2022
Freitag, 18. November 2022
Samstag, 20. Mai 2023
Dienstag, 23. Mai 2023
Donnerstag, 15. Juni 2023

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