Drei Uraufführungen: Die Lange Nacht der Autor:innen. Die drei diesjährigen Juror:innen des Festivals – der Dramatiker Ferdinand Schmalz, die Schauspielerin Julischka Eichel und die Musikerin und Theatermacherin Christiane Rösinger – haben aus knapp 200 Einsendungen drei Theatertexte ausgewählt, die als Höhepunkt des Festivals in einer Langen Nacht der Autor:innen zur Uraufführung kommen. Die Inszenierungen entstehen in Koproduktion mit den beiden Partnertheatern:
Paula Thielecke – Judith Shakespeare – Rape and Revenge. Regie: Christina Tscharyiski.
Raphaela Bardutzky – Fischer Fritz. Regie: Enrico Lübbe.
Alexander Stutz – Das Augenlid ist ein Muskel. Regie: Jorinde Dröse.
Der Theatertext Wonderwomb von Amir Gudarzi wurde von der Jury gesondert erwähnt und ist während der Langen Nacht in einer Lesung zu erleben.
Das Gastspielprogramm: In den Jahren 2020 und 2021 haben die Autor:innentheatertage zwei sehr besondere Festivals veranstaltet, aber coronabedingt keine Gastspiele gezeigt. In der Auswahl zum diesjährigen Festival stehen deshalb bewusst auch Zweitaufführungen: Alle Texte sind erstmals auf einer Berliner Bühne zu sehen. Der zehntägige Countdown hin zur Langen Nacht besteht aus:
Rainald Goetz – Reich des Todes. Regie: Stefan Bachmann.
Sivan Ben Yishai – Wounds Are Forever (Selbstportrait als Nationaldichterin). Regie: Marie Bues.
Milena Michalek & Ensemble – Koralli Korallo. Regie: Milena Michalek.
Caren Jeß – Eleos. Eine Empörung in 36 Miniaturen. Regie: Daniel Foerster.
Elfriede Jelinek – Lärm. Blindes Sehen. Blinde Sehen! Regie: Frank Castorf.
Theresa Dopler – Monte Rosa. Regie: Matthias Rippert.
Bonn Park – Die Räuber der Herzen. Regie: Bonn Park.
Thomas Köck – Eure Paläste sind leer (all we ever wanted). Regie: Jan-Christoph Gockel.
Fritz Kater – Milchwald. Regie: Armin Petras.
Die Autor:innentheatertage sind ein Festival der Begegnungen: Neulinge und Dauergäste, Kolleg:innen und Berliner:innen, stille Genießer:innen und Feierbiester – sie alle sind im Juni unsere Gäste. Der Vorplatz, die Festivalbar, Einführungen und Nachgespräche, Lesungen, Konzerte und DJs laden zum Kommen und zum Bleiben ein. In den Autor:innensalons hat das Publikum die Möglichkeit, unsere Festivalautor:innen kennenzulernen. Sie erzählen dort von ihren Stücken und ihrem Schreiben.
Autor:innensalons mit Sivan Ben Yishai, Rainald Goetz, Milena Michalek, Caren Jeß, Theresa Dopler, Bonn Park, Thomas Köck und Fritz Kater.
Alle Autor:innensalons finden im Saal statt, der Eintritt ist frei.
Lesungen: Ein altes Haus voll Leidenschaft. Ein Leseabend mit den DT-Atelierautor:innen Milena Michalek, Fiston Mwanza Mujila, Thomas Perle, Nele Stuhler, Maria Ursprung.
Wonderwomb von Amir Gudarzi. Von der Jury lobend erwähnt.
Die Autor:innentheatertage finden im Jahr 2022 in ihrer 25. Ausgabe statt. Zum Festivaljubiläum entsteht in Zusammenarbeit mit dem Alexander-Verlag ein Buch der Autor:innen: Weggefährt:innen aus 25 Jahren denken – mal ernst, mal heiter, mal ausschweifend, mal aphoristisch – über ihr eigenes Schreiben nach. Und übers Theater. Den Zauberort, trotz allem. Das Buch erscheint Ende Mai pünktlich zum Festivalbeginn.
Mit Texten von Michael Althen, Lukas Bärfuss, Sivan Ben Yishai, Andri Beyeler, Dorian Brunz, Nuran David Calis, Lisa Danulat, Michel Decar, Robin Detje, John von Düffel, Reto Finger, Anne Habermehl, Patty Kim Hamilton, Anja Hilling, Caren Jeß, Steffen Kopetzky, Svealena Kutschke, Amanda Lasker-Berlin, Philipp Löhle, Dea Loher, Milena Michalek, Fiston Mwanza Mujila, Laura Naumann, Jakob Nolte, Albert Ostermaier, Thomas Perle, Rosa von Praunheim, Moritz Rinke, Kevin Rittberger, Ferdinand Schmalz, Nele Stuhler, Miroslava Svolikova, Ulrike Syha, Maria Ursprung.
Festivaljury: Ferdinand Schmalz, Julischka Eichel, Christiane Rösinger.
Alle Infos: https://www.deutschestheater.de/programm/a-z/autorinnentheatertage2022


