Cio-Cio-San ist unsterblich verliebt und konvertierte für Pinkerton sogar zum Christentum, wofür sie von ihren Verwandten verflucht wurde. Sie hofft mit dem inzwischen geborenen Sohn dennoch weiterhin auf Pinkertons Rückkehr. Nach drei Jahren legt er tatsächlich erneut in Nagasaki an, jedoch nur, um ihr ein weiteres Mal das Herz zu brechen: Mit dabei hat er seine neue Frau, und sie nehmen ihr das Kind weg.
In Giacomo Puccinis 1904 uraufgeführter Oper, der von ihm so bezeichneten „japanischen Tragödie“, nimmt sich Cio-Cio-San am Ende mit dem Dolch ihres Vaters das Leben. Diese berühmte Oper erhält eine neue Facette: „Was wäre, wenn Butterfly weiterlebt? Welche Bedeutung hätten die Erinnerungen für sie? Welche Konsequenzen würde sie daraus ziehen?“, fragt der Regisseur. Auch die Bühnenbildnerin und der Kostümbildner zeichnen erstmals für die Ausstattung verantwortlich. Das Publikum erwartet neben der Neuinterpretation der Geschichte an der japanischen Kultur orientierte Bühnenbilder und Kostüme mit Papierwänden (Shoji), Kirschblüten und Kimonos.
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.


