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Madama Butterfly

Uraufführung/Premiere am 22. Mai 2022
Erzählt wird die Geschichte der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, aus Nagasaki. Der US-amerikanische Marineoffizier Pinkerton geht eine Verbindung mit ihr ein, die er selbst für eine unverbindliche Scheinehe hält, an die er sich nach seiner Abreise nicht mehr gebunden fühlt.
© Barbara Aumüller

Für Cio-Cio-San jedoch ist es der Bund fürs Leben. Als Pinkerton nach Jahren zurückkehrt und Butterfly erkennen muss, dass er inzwischen eine andere Frau geheiratet hat, dass er ihr sogar das gemeinsame Kind wegnehmen will, setzt sie ihrem Leben ein Ende. Darin folgt sie dem Vorbild ihres Vaters, der den traditionellen japanischen Selbstmord Seppuku vollzogen hatte, um seine Ehre zu wahren.

Die Musik verarbeitet fernöstliche Einflüsse, die in Gegensatz zur Zeichnung Pinkertons als typischer Amerikaner steht. Ganztonleitern und fünftönige Harmonien sowie exotische Instrumente schaffen die Atmosphäre eines idealisierten Japans aus westlicher Sicht. Durchweg jedoch kommt Puccinis Sinn für das ausdrucksstarke Melos zu seinem Recht, vor allem bei der Titelfigur. Ihre großen Ausbrüche berühren zutiefst.

Nach der Uraufführung seiner Tosca 1900 in Rom machte Giacomo Puccini (1858-1924) anlässlich eines Aufenthalts in London die Bekanntschaft mit David Belascos Erfolgsstück Madame Butterfly. Obwohl er der englischen Sprache nicht mächtig war, zeigte sich Puccini von dieser „japanischen Tragödie“ ergriffen, und der Stoff für seine nächste Oper war damit gefunden. Ein weiterer Grund für Puccinis Interesse mag auch die Vorliebe des damaligen Publikums für exotische Sujets gewesen sein. Seine bewährten Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica richteten ihm den Text ein, den er in seinem gewohnt melodienreichen Stil vertonte.

Dabei verwendete er aber auch wenige Phrasen japanischer Originalklänge, u.a. etwa aus der japanischen Nationalhymne. Am 17. Februar 1904 kam es an der Mailänder Scala zur Uraufführung des Werks, die jedoch auf große Ablehnung stieß. Erst im Laufe von insgesamt drei weiteren Fassungen (1904, 1905 und 1906) erhielt Madama Butterfly jene Form, welche sie zu einer der bekanntesten Opern weltweit machte. Die letzte Inszenierung des Meisterwerks erfolgte 2001 durch Christof Nel im Bühnenbild von Jens Kilian.

Nach 20 Jahren kommt Puccinis „japanische Tragödie“ in einer Neuinszenierung auf die Bühne.

Mitwirkende

Antonello Manacorda(Musikalische Leitung)
Johannes Leiacker(Bühnenbild)
Doey Lüthi(Kostümbild)
Olaf Winter(Lichtdesign)
Sonoko Kamimura(Choreografie)
Konrad Kuhn(Dramaturgie)
Heather Engebretson(Schauspieler/in)
Vincenzo Costanzo(Schauspieler/in)
Domen Križaj(Schauspieler/in)
Kelsey Lauritano(Schauspieler/in)
Hans-Jürgen Lazar(Schauspieler/in)
Karolina Makuła(Schauspieler/in)
Michael McCown(Schauspieler/in)
Kihwan Sim(Schauspieler/in)
Iain MacNeil(Schauspieler/in)
Nicolai Klawa(Schauspieler/in)
Alexey Egorov(Schauspieler/in)
Julia Bell(Schauspieler/in)
Michaela Schaudel(Schauspieler/in)
Alketa Hoxha(Schauspieler/in)
Jakob Fritschi(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Sonntag, 22. Mai 2022 (Premiere / Uraufführung)
Donnerstag, 26. Mai 2022
Samstag, 04. Juni 2022
Montag, 06. Juni 2022
Freitag, 10. Juni 2022
Donnerstag, 16. Juni 2022
Donnerstag, 30. Juni 2022
Sonntag, 03. Juli 2022
Samstag, 09. Juli 2022
Samstag, 16. Juli 2022 (Derniere / Letzte Vorstellung)

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