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Das Käthchen von Heilbronn

in Cuvilliés-Theater
Uraufführung/Premiere am 01. Dezember 2022
Heinrich von Kleists «Käthchen von Heilbronn» ist ein Werk, das mit zahlreichen Superlativen beschrieben wird. Es vereint romantische und märchenhafte Elemente sowie rätselhafte Intrigen und entführt die Zuschauer in eine chaotische Welt voller Geheimnisse.
© Residenztheater München

Die Welt bei Kleist, so scheint es, ist in Aufruhr. Einzig Käthchen, die Tochter eines Heilbronner Waffenschmieds, lässt sich durch nichts beirren. Zielstrebig geht sie den Weg, der sich ihr im Traum offenbart hat. Sie heftet sich an die Fersen des Grafen Wetter vom Strahl, der ihr in besagtem Traum als ihre große Liebe prophezeit wurde. Doch gerade weil die Welt um Käthchen so chaotisch und märchenhaft erscheint, wirkt ihre Beharrlichkeit und Überzeugung umso authentischer.

Für Elsa-Sophie Jach, Hausregisseurin, ist Käthchen das Alter Ego ihres Schöpfers. Auch Kleist fühlte sich missverstanden und galt vielen als Sonderling, der trotz einiger Enttäuschungen fest an seinen Weg als Autor glaubte. Sein Käthchen ist wie er eine Kämpferin des Worts und der Poesie. Und sie ist seine Verbündete auf der Suche nach einem Gegenüber, mit dem es sich zu leben lohnt.

«Kleists Figuren tanzen zwischen den Wörtern hindurch und können doch nicht sprechen. Sie reden um ihr Leben, stottern, schlingern, atmen schwer, brechen ab und schweigen. Immer wieder fallen sie in Ohnmacht. Der Bruch in der Sprache wird zum eigentlichen Inhalt des Gesagten, das Auftreten der Lücken zur zweiten Notation, Kleists eigenes Ringen um Hörbarkeit in einer bürgerlichen Gesellschaft, in der er sich gänzlich unverstanden fühlt, zum Ausgangspunkt seines Schreibens.» Elsa-Sophie Jach

In einer Bearbeitung von Elsa-Sophie Jach mit Texten aus «Kein Ort. Nirgends» von Christa Wolf.

Mitwirkende

Liliane Amuat(Schauspieler/in)
Linda Blümchen(Schauspieler/in)
Florian Jahr(Schauspieler/in)
Vincent zur Linden(Schauspieler/in)
Vassilissa Reznikoff(Schauspieler/in)
Moritz Treuenfels(Schauspieler/in)
Simon Zagermann(Schauspieler/in)
Maximilian Hirning(Schauspieler/in)
Juri Kannheiser(Schauspieler/in)
Manfred Mildenberger(Schauspieler/in)
Marlene Lockemann(Bühnenbild)
Johanna Stenzel(Kostümbild)
Samuel Wootton(Komponist/in)
Jonas Alsleben(Videodesign)
Barbara Westernach(Lichtdesign)
Michael Billenkamp(Dramaturgie)

Spielzeiten

Donnerstag, 01. Dezember 2022 (Premiere / Uraufführung)

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