In jedem Augenblick kann das Ganze in einen Krieg aller gegen alle stürzen. Und dieser Punkt scheint erreicht, als die Rossitzer den jüngsten Sohn ihres Oberhauptes zu Grabe tragen müssen. Ein Verdächtiger und ein Motiv für Peters Tod sind schnell gefunden: Schuld sei Sylvester, das Oberhaupt der Warwands. Er lauere schon lange auf das Ende des Rossitzer Zweiges, um endlich dessen Besitz zu erben. Reihum schwören die Rossitzer Rache und setzen damit Ereignisse in Gang, in deren Folge das gegenseitige Misstrauen die verfeindeten Familien in die Katastrophe führt.
Fragen nach Rache und Recht, nach der zerbrechlichen Ordnung der Welt, letztlich nach dem Konflikt zwischen Wahrheit und Lüge werden in dem von Kleist 1803 veröffentlichten Drama wieder von Interesse.


