In der Tat: Im Schreiben über sich selbst schafft es Ernaux, ihre Erfahrungen so genau, so unerbittlich und nüchtern darzustellen, dass im Persönlichen und Individuellen das Allgemeine hervortritt. Dass diese Erfahrungen ganze Generationen von Frauen betreffen, macht ihre Literatur so schockierend, so politisch.
Die Schweizer Filmregisseurin Stina Werenfels, bekannt durch ihre psychologisch genauen und mehrfach ausgezeichneten Filme, wird mit dem Panorama einer weiblichen Biografie und der Frage nach der gesellschaftlichen Verortung die Spielzeit eröffnen und dabei Annie Ernaux’ vier Romane zu der Erfahrung eines Lebens verbinden.
TW: In der Inszenierung werden sexualisierte Gewalt, Bulimie und das Thema Schwangerschaftsabbruch explizit thematisiert.


