Martha, eine junge Wirtin, sitzt auf einer Bank, schaut übers Tal und glaubt nicht, dass hier mal das Wasser kommen wird. Eine Fotografin hält Risse fest, Risse in der Welt und in den Menschen. 70 Jahre später begegnet eine Forscherin einer Nachfahrin. Sie hat Fotos im Gepäck, macht sich auf Spurensuche und möchte mit einem Mann sprechen, der alles miterlebt hat und noch heute auf den Turm starrt, auf den Turm mitten im See.
Der österreichische Autor Thomas Arzt, der bereits mehrfach erfolgreich historische Ereignisse in hochaktuelle, sprachlich einzigartige Theatertexte verwandelt hat, blickt in „Die treibende Kraft“ vor dem Hintergrund der Seestauung am Reschen auf die kleinen und großen Schicksale der Menschen und die Macht des Kapitals, das das Geniehafte mit dem Wahn verbindet. Dabei steht nicht die Historie im Vordergrund, sondern die Frage, wie weit der Fortschrittsglaube den Menschen treibt, damals wie heute. Regisseur Rudolf Frey macht sich gemeinsam mit einem 9-köpfigen Ensemble auf die Suche, was uns das Staudammprojekt am Reschensee über die Grenzen Südtirols hinaus heute noch zu sagen hat.


