Nahe Zukunft: Die Welt wurde nachhaltig vom Klimawandel verändert. Eine flirrende Hitze liegt über dem rissigen Boden, Flüsse sind versiegt, es wachsen Pilze und Kakteen. In dieser Um- und Unwelt sucht eine einzelne Stimme nach Bedeutung, erinnert sich daran, wie es früher war, fragt sich, wie es weitergehen kann. Ist sie die letzte Frau auf Erden? Endet das Leben mit ihr? Kann wider Erwarten doch noch etwas Neues beginnen?
Schwemmholz von Andreas Sauter unternimmt eine poetische Reise durch politische Unruhen, durch sterbende Biotope, durch eine Liebe, die trotz allem überlebt. Der Text stellt drängende Fragen an die Zukunft und appelliert eindrücklich an die Gegenwart. Bettina Rehm und das Ensemble erwecken das Geflecht aus Erinnerungen und Halluzinationen zum Leben, lassen auf Johanna Bajohrs überwucherter Bühne immer wieder neue Situationen entstehen und verschwinden. Über alledem schwebt: die liebevolle Bindung zwischen zwei Menschen – und die liebevolle Bindung zur Natur, zu allen Generationen, die noch kommen werden.


