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Der Kirschgarten

in Salzburger Landestheater
Uraufführung/Premiere am 26. April 2024
Zum ersten Mal seit Peter Steins legendärer Inszenierung ist Tschechows bittersüße Komödie auf der Bühne zu erleben. Das Meisterwerk beeindruckt mit dem leichten Tonfall des Stückes, das den Kontrast zwischen dem nostalgischen Blickwinkel auf die „gute alte Zeit“ und der Offenheit für notwendige Neuerungen der künftigen mit scharfem Blick pointiert.
© Tobias Witzgall

Ljubow Andrejewna Ranjewskaja kehrt nach mehrjährigem Frankreich-Aufenthalt auf ihr russisches Gut zurück, das von einem riesigen Kirschgarten umgeben ist. Hoch verschuldet wird sie sich von ihrem Eigentum trennen müssen. Wissend um den baldigen Verlust des Ortes, dessen Schönheit sie überwältigt und der mit so vielen Erinnerungen verbunden ist, verbringt sie mit ihrer Familie den letzten Sommer inmitten des Kirschgartens – der am Ende für den Bau von Ferienhäusern abgeholzt werden wird.

Tschechow nennt sein Stück eine Komödie und hält der morbiden Welt des russischen Adels einen Spiegel vor, gleichzeitig lässt er den bevorstehenden Wandel der Gesellschaft durchscheinen. In einer zwischen Nostalgie und Erwartung gespannten Atmosphäre gelingt dem Autor ein Zeitgemälde, in dem individuelle und gesellschaftliche Entwicklungen eng miteinander verwoben sind. Die inneren Konflikte der Charaktere und ihre Widersprüche machen den Reiz des Stückes aus: gebrochene Figuren, deren höchst individuelle Züge der Dichter auf zugleich einfühlsame und ironische Weise zeichnet.

Anton Pawlowitsch Tschechow (1860–1904) wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und studierte dank eines Stipendiums in Moskau Medizin. Den Arztberuf übte er nur kurze Zeit aus – der Erfolg seiner Theaterstücke und Erzählungen machte ihn finanziell unabhängig. Seine Lungentuberkulose jedoch erzwang immer häufiger Aufenthalte in südlicherem Klima, sodass er auf die Krim übersiedelte und strapaziöse Reisen zur Theaterarbeit in Moskau auf sich nahm.

Alexandra Liedtke ist als Regisseurin im Musiktheater wie im Schauspiel eng verbunden. Sie arbeitete u. a. für das Theater in der Josefstadt, das Theater Kiel und die Wiener Staatsoper. In Salzburg erarbeitete sie mit Bühnenbildner Philip Rubner die „Buddenbrooks“ als Eröffnungspremiere nach der Sanierung des Landestheaters.

Mitwirkende

Philip Rubner(Bühnenbild)
Johanna Lakner(Kostümbild)
Karsten Riedel(Komponist/in)
Friederike Bernau(Dramaturgie)
Tina Eberhardt(Schauspieler/in)
Leyla Bischoff(Schauspieler/in)
Nikola Jaritz-Rudle(Schauspieler/in)
Matthias Hermann(Schauspieler/in)
Maximilian Paier(Schauspieler/in)
Gregor Schulz(Schauspieler/in)
Georg Clementi(Schauspieler/in)
Larissa Enzi(Schauspieler/in)
Marco Dott(Schauspieler/in)
Thomas Wegscheider(Schauspieler/in)
Werner Buhss(Autor/in)
Sabine Fürst(Schauspieler/in)
Romy Klötzel(Schauspieler/in)
Juliane Schwabe(Schauspieler/in)
Oliver Firit(Schauspieler/in)
Sven-Marcel Voss(Schauspieler/in)
Lennart Olafsson(Schauspieler/in)
Tobias D. Weber(Schauspieler/in)
Sabine Unger(Schauspieler/in)
Gabriel Kemmether(Schauspieler/in)
Leonie Berner(Schauspieler/in)
Stefan Eichberg(Schauspieler/in)
Felix Lydike(Schauspieler/in)
Dr. Mirjam Meuser(Dramaturgie)
Natascha Mundt(Theaterpädagogik)

Spielzeiten

Freitag, 26. April 2024 (Premiere / Uraufführung)
Freitag, 03. Mai 2024
Freitag, 10. Mai 2024
Sonntag, 12. Mai 2024
Dienstag, 21. Mai 2024
Samstag, 25. Mai 2024
Sonntag, 02. Juni 2024 (Matinee)
Mittwoch, 05. Juni 2024
Donnerstag, 06. Juni 2024
Samstag, 08. Juni 2024
Mittwoch, 19. Juni 2024
Samstag, 22. Juni 2024
Donnerstag, 11. Juli 2024
Dienstag, 16. Juli 2024
Mittwoch, 17. Juli 2024

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