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Peitschenstück: Eine Entwürdigung in drei Akten

Uraufführung/Premiere am 04. Mai 2024
In einer bierseligen Biker-Kneipe treffen drei deutsche Greifvögel auf einen namenlosen Ausländer. Ein Dialog über Faschismus, Menschenwürde und die Suche nach menschlicher Nähe entfaltet sich vor einer dystopischen Kulisse.
© Moritz Haase

Drei mehr oder weniger deutsche Greifvögel treffen im insolventen "Adlerhorst", einer bierseligen Biker-Kneipe, aufeinander. Anastasios und Hagen, Betreiber und einziger Stammgast, wiederholen ihre allabendlichen Rituale, als ein namenloser Ausländer den Laden betritt. Er ist auf der Suche nach einer Immobilie für seine Leder-Fetischbar und glaubt, hier fündig geworden zu sein.

Nach anfänglichem Fremdeln entsteht zwischen ihnen ein Dialog aus faschistischer Besessenheit, dem deutschen Grundgesetz und seinen katholischen Wurzeln sowie Rüstungsberichten der Bundeswehr, der in einer dystopischen Vision eines "Neuen Deutschlands" kulminiert, das vermutlich schon längst im Argen liegt. Erniedrigung und Erhebung des Einzelnen, Gewalt, die Suche nach menschlicher Nähe und Schutz, zuallerletzt aber die Frage nach dem Wesen der Menschenwürde werden bei diesem unfreiwilligen Leder-Stammtischs besprochen, durch den Raum gejagt und zerlegt.

Alireza Daryanavard ist ein iranischer Regisseur, Autor und Kurator und setzt sich mit Themen rund um Widerstand und Aktivismus auseinander.

Mitwirkende

Katja Pech(Kostümbild)
Mona Matbou Riahi(Komponist/in)
Leonard Nickel(Lichtdesign)
Johannes Nölting(Dramaturgie)
Kathinka Schroeder(Dramaturgie)
Derek Nowak(Schauspieler/in)
Clara Devantié(Schauspieler/in)
Shirin Eck(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 04. Mai 2024 (Premiere / Uraufführung)

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