In The melancholic melody of the new economy wird das Flüstern zur Erzählung: In der Regie des Musikers, Komponisten und Multimedia-Künstlers Ariel William Orah gestalten Neu-Berliner*innen, die aus Südasien und Südostasien kamen und mit ihren Englisch- und Computerkenntnissen in Berlin einen Job fanden, eine eigene Komposition: Ihr Navigieren zwischen Jobanforderungen, Visabestimmungen und Rollenerwartungen, zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Programmierung und Selbstbestimmung bilden den Quellcode für die Performance. Und gleichzeitig geben sie in diesem musikalisch-dokumentarischen Theater Einblicke in Berlins Vorzeigeindustrie, inklusive ihrer transnationalen, (post-)kolonialen Verflechtungen.
Als Performer und Komponist schuf Ariel William Orah zusammen mit Bilawa Respati die Performance Gaung – Unforeseen Resonance für das Decolonial Frequencies Festival; in der akademie der autodidakten leitete er das Projekt Scar-City. The melancholic melody of the new economy ist sein Regiedebüt.

