Um seinen Status als Landvermesser zu legitimieren, sucht K. die entsprechenden Verantwortlichen, wird aber immer nur hingehalten, vertröstet, verwirrt oder zu einer anderen Instanz weitergeleitet. K. wird zusehends zum Irrgänger, ähnlich wie die Ortsansässigen, die teilnahmslos durch die willkürliche Ordnung der Dinge treiben, von der niemand weiß, wer sich wann eigentlich darauf geeinigt hatte. Kafkas Vision einer durch und durch korrumpierten Gesellschaft ist eine poetisch-düstere Vorwegnahme gegenwärtiger diktatorischer Regime. Maxim Didenko, der 2022 aus Russland emigrierte und nun in Deutschland lebt und arbeitet, inszeniert zum ersten Mal am Staatsschauspiel Dresden.
Das Schloss
Uraufführung/Premiere am 28. März 2024
Ein Mann namens K. kommt nach längerer Reise in einer winterlichen Grafschaft an und stellt sich dort als der bestellte Landvermesser vor. Ihm gegenüber steht eine Dorfgemeinde, die scheinbar hochbürokratisch organisiert ist und in der die Informationswege zwar genau dokumentiert werden, aber immer undurchschaubar bleiben.

Mitwirkende
Maxim Didenko(Regie)
Andreas Auerbach(Bühnenbild)
Galya Solodovnikova(Kostümbild)
Daniel Williams(Komponist/in)
Oleg Michailov(Videodesign)
Sophie Scherer(Dramaturgie)
Moritz Kienemann(Schauspieler/in)
Holger Hübner(Schauspieler/in)
Catherine Stoyan(Schauspieler/in)
Marin Blülle(Schauspieler/in)
Kaya Loewe(Schauspieler/in)
Philipp Grimm(Schauspieler/in)
Gina Calinoiu(Schauspieler/in)
Josephine Tancke(Schauspieler/in)
Rieke Seja(Schauspieler/in)
Jonas Holupirek(Schauspieler/in)
Felix Bronkalla(Schauspieler/in)
Spielzeiten
Donnerstag, 28. März 2024 (Voraufführung / Preview)
Samstag, 04. Mai 2024 (Premiere / Uraufführung)

