Nach einer Tour quer durch die europäische Tanzszene kehrt die Basler Choreografin Tabea Martin zurück und widmet sich dem Evergreen-Thema der Liebe. Ihre behutsam arrangierten Love Scenes schaffen Raum für Schwärmereien und bieten ein nachdenkliches Porträt einer individualistischen Gesellschaft auf der Suche nach Verbindung in kargen Zeiten der Liebe. Als Mythenentschlüsseler und Romantikverteidiger alter Schule steht ihr dabei Roland Barthes mit seinen Fragmenten einer Sprache der Liebe zur Seite. Was uns diese noch sagen können, wenn wir längst über toxische Beziehungen, FwB oder Polyamorie diskutieren? Zum Beispiel: “Wer verliebt ist, der wartet”.
Inspiriert von Barthes' Buch werden Bruchstücke gesammelt, die – von Abhängigkeit bis Zugrundegehen – unser System der Liebe beschreiben.
Vier Tänzer folgen anhand ständig wiederkehrender Liebesszenen ihren Zweifeln und kreieren Räume für Imaginäres: Es sind Menschen auf der Suche nach Verbindung in den kargen Zeiten der Liebe.


