Zur Musik von Ezio Bosso, Nils Frahm, Jóhann Jóhannsson und anderen gehen die stimmungsvollen Szenen in wechselnden Besetzungen gleitend ineinander über. Das kuppelartige Bühnenbild von Pascale Arndtz ermöglicht eine Ausdehnung des Tanzes in die Höhe. Zusammen mit den zarten Kostümen von Angelo Alberto und einer atmosphärischen Licht- und Videoregie entspinnt sich ein poetischer Abend.
Sie umgibt uns immer und doch machen wir sie uns selten bewusst. Wie unsere Seele bedenken wir sie oft erst, wenn sie verletzt ist: unsere Haut. Der Umgang mit Berührungen – im buchstäblichen wie im übertragenen Sinne – prägt Epochen und Kulturen. Die Haut grenzt uns gegen die Außenwelt ab, verbindet uns zugleich mit ihr und schützt uns vor Gefahren. Gleichzeitig kommuniziert sie unwillkürlich und unmittelbar mit unserem Gegenüber: Schämen wir uns, errötet die Haut. Erschrecken wir, erbleicht sie. Denken wir nach und grübeln, legt sich die Stirn in Falten. Freuen wir uns und lachen, bilden sich Fältchen um den Mund. Fürchten wir uns, sorgt die Haut dafür, dass sich unsere Haare aufstellen.
Über die Spuren auf der Haut, über Falten, Narben und Male, erzählen sich ganze Lebensgeschichten.


