Mit anmutigen Arien, pointierten Couplets sowie kunstvollen Ensemblesätzen und Chören steht »Casanova« in der Tradition der italienischen Opera buffa. Trotz aller Komik sind Freiheit, Demokratie und Aufklärung – vor dem Hintergrund des Vormärz – zentrale, jedoch vor der Zensur kaschierte Themen des Stücks. Dem als selbstsüchtig entlarvten Adel und einer unfähigen Polizei steht der Libertin und Außenseiter Casanova gegenüber, der die Freiheit proklamiert – einer der Gründe, warum das Werk bald aus dem Repertoire verschwand. Dabei ist »Casanova« neben Lortzings bekannten Opern »Der Wildschütz« und »Zar und Zimmermann« ein weiteres Meisterwerk des Komponisten.
Bei der Uraufführung am Silvesterabend 1841 am Leipziger Stadttheater sang Lortzing selbst die Rolle des Gambetto. Chefregisseur Cusch Jung inszeniert mit diesem Stoff erstmalig eine Oper am Haus Dreilinden.
Komische Oper in drei Akten | Text vom Komponisten. Musikalische Leitung Stefan Klingele. Inszenierung Cusch Jung. Bühne, Kostüme Beate Zoff. Choreinstudierung Mathias Drechsler. Dramaturgie Nele Winter.
Chor, Extrachor und Orchester der Musikalischen Komödie.


