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Amerika

Uraufführung/Premiere am 13. April 2018
Der sechzehnjährige Karl Roßmann begibt sich auf die Reise nach Amerika, um dort sein Glück zu finden. Doch der Traum von Erfolg und Reichtum wandelt sich schnell in eine Geschichte von Ungleichheit und Identitätsverlust.

Die Freiheitsstatue hält zum Empfang statt einer Flamme ein Schwert in Händen. Die Menschen, denen er begegnet, treiben ihn auf dieser Reise in ein anderes Amerika. Denn so einfach ist das nicht im Exil. Karl erlebt Ungleichheit, soziale und wirtschaftliche Not und Unfreiheit. Von zu Hause aus gesehen ist er längst der Verschollene (so auch der Titel der späteren Ausgaben des Textes). Einer, der mehr und mehr zur Seite geschoben wird, der im fremden Land immer fremd bleibt, so herzlich und offen er auch versucht, Begegnungen zu stiften, und dem seine eigene Identität dabei abhanden kommt.

Kafka selbst ist nie in Amerika gewesen, verfolgte aber das Schicksal der Auswanderer in seiner Familie mit größtem Interesse. Reiseberichte, Zeitungsartikel, Fotos, Stummfilme und literarische Vorbilder wie James Dickens prägten sein Schreiben an diesem ersten – Fragment gebliebenen – Roman. Der negative Entwicklungsroman reiht sich in unserem Spielplan ein in die Beschäftigung mit den Dystopien von 1984, Fahrenheit 451 sowie Schöne neue Welt.

Mitwirkende

Anna Ehrlich(Bühnenbild)
Christina Schmitt(Kostümbild)
Moritz Grewenig(Videodesign)
Romain Frequency(Komponist/in)
Felix Dreyer(Lichtdesign)
Katrin Spira(Dramaturgie)
Ferdinand Lehmann(Schauspieler/in)
Rahel Ohm(Schauspieler/in)
Andreas Leupold(Schauspieler/in)
Christian Schneeweiß(Schauspieler/in)
Manja Kuhl(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 13. April 2018 (Premiere / Uraufführung)

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