Seit dem Attentat auf den Thronfolger Franz Ferdinand befinden wir uns im Krieg. Als Offiziersdiener an der Front gelingt dem skurrilen Antihelden Schweijk der große Coup: Autoritäten, Frontlinien und Befehle gelten für ihn nicht. Er lässt Militärchargen und Kriegsbürokraten im Feuerwerk seines bizarren Widerspruchsgeistes tanzen und reißt die nationale Hierarchie der österreich-ungarischen Vielvölkerarmee lachend nieder. Er treibt sein wildes Spiel mit einer zwischen Lethargie und Chaos zerrissenen Welt, die den Einzelnen zu einer Nummer und die Menschenseele überflüssig werden lässt.
Sapir Heller ist 1989 in Israel geboren, dort aufgewachsen, und lebt seit 2008 in München. Sie studierte Schauspiel- und Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater und war Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Ihre Inszenierungen werden u. a. am Staatsschauspiel Dresden, Theater Augsburg, Maxim Gorki Theater, Theater Hof und im Zimmertheater Tübingen aufgeführt. Für die deutschsprachige Erstaufführung von Amsterdam von Maya Arad Yasur am Volkstheater München, wurde sie in der Süddeutschen Zeitung, auf Nachtkritik.de und im Bayerischen Rundfunk gelobt.
Mit dem Gastspiel Auch Deutsche unter den Opfern stellte sie sich in der Spielzeit 2017/2018 dem Konstanzer Publikum vor.

