Die Großherzogin von Gerolstein ist eine bissige Satire auf militärisches Gehabe, elitären Standesdünkel und bürgerliche Blasiertheit. In der modernen Textfassung des Kabarettisten Michael Quast wird das anarchische Potential des höheren Blödsinns dieser Opéra bouffe lustvoll freigelegt.
Napoleon III. regiert das zweite Kaiserreich, und Paris wird zur modernen Metropole. Der gebürtige Kölner Jakob (Jacques) Offenbach (1819-1880) wird mit dieser Oper zum gefeierten „Mozart der Champs-Élysées“. Drei Jahre vor dem deutsch-französischen Krieg gelingt ihm eine scharfsinnige Kritik an der Gesellschaft seiner Zeit.

