Michael Niavarani, Schauspieler und Erzkomödiant, hat in seiner Neudichtung des Richard-Stoffes beide Teile, die tragisch-ernsten wie die komischen, auf gleiche Höhe gebracht, indem aus den komischen Nebenfiguren zwei Hauptakteure werden. Es sind der Koch Frederick Dighton und der Schuster William Forrest, die in schlechten Zeiten nur ein wenig Geld verdienen wollen und dabei an Richard geraten, der sie zu Handlangern seiner Übeltaten macht. Mit viel schwarzem Humor schafft es Niavarani, den Schurken ebenso plastisch auf die Bühne zu stellen wie die Komödianten. Ein großer, manchmal derber, aber immer kluger Spaß, der Shakespeare ehrt, indem er Shakespeares Lust am Vergnügen ernst nimmt.
Forrest:
Ein Hoch auf Euch, edler, anmutiger, wunderschöner Richard, dessen Buckel man kaum sieht. Das ist ja nur ein Wimmerl.


