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Die Jungfrau von Orleans

Uraufführung/Premiere am 02. Juni 2018
In einer von Kriegen erschöpften Gesellschaft erhebt sich das vierzehnjährige Hirtenmädchen Johanna und führt die Franzosen unerwartet zum Sieg. Ihre heroische Tat wirft Fragen nach Werten und Überzeugungen in der heutigen Zeit auf.

Rettung kommt von unverhoffter Seite: Überzeugt von ihrer göttlichen Mission, stellt sich das vierzehnjährige Hirtenmädchen Johanna an die Spitze des Heeres und führt die Franzosen unerwartet in den Sieg.

Die Regisseurin Johanna Wehner stellt mit Friedrich Schillers romantischer Tragödie »Die Jungfrau von Orleans« die Frage, was kann in unserer heutigen Gesellschaft die uneigennützige und heroische Tat einer Johanna von Orleans sein? Eine Gesellschaft, die von Leistungsdenken und Profitgier angetrieben, sich selbst in einen Erschöpfungszustand bringt. Für welche Werte und Überzeugungen stehen wir heute ein, in einer Zeit, in der das Gemeinwohl der Individualisierung weicht und die zunehmende Entnarrativierung der Welt uns auf uns selbst zurückwirft?

Friedrich von Schiller (1759-1805) war ein deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker, Lyriker und Essayisten. Gleich mit seinem Theaterdebüt, dem 1782 uraufgeführten Schauspiel »Die Räuber«, gelang Schiller ein bedeutender Beitrag zum Drama des Sturm und Drang und der Weltliteratur. Er war durch Geburt Württemberger, wurde später Bürger von Sachsen-Weimar und danach zusätzlich französischer Staatsbürger.

Johanna Wehner wurde 1981 in Bonn geboren. Während des Studiums der Philosophie und Germanistik in Bonn und St. Andrews, Schottland, begann sie mit ersten Inszenierungen in der freien Szene. Nach dem Staatsexamen folgte das Studium der Opern- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie »August Everding« in München, das sie mit der Uraufführung des preisgekrönten Romans »Kürzere Tage« am Staatstheater Stuttgart abschloss. Johanna Wehner war von 2014 bis 2017 Oberspielleiterin in Konstanz. Sie inszenierte hier u.a. »Das Geisterhaus«, »Der Vater«, »Faust I« und »Faust II«. Darüber hinaus arbeitet sie in Freiburg, Jena, Wiesbaden und Frankfurt, wo sie 2016 die Uraufführung von Felicia Zellers »Zweite allgemeine Verunsicherung« inszenierte. 2017 erhielt sie den Deutschen Theaterpreis »Der Faust« in der Kategorie Beste Regie im Schauspiel für »Die Orestie« am Staatstheater Kassel.

Ausstattung / Bühne: Johanna Wehner
Kostüme: Miriam Draxl
Dramaturgie: Laura Ellersdorfer

Mitwirkende

Miriam Draxl(Kostümbild)
Laura Ellersdorfer(Dramaturgie)
Johanna Link(Schauspieler/in)
Sylvana Schneider(Schauspieler/in)
Katrin Huke(Schauspieler/in)
Julian Härtner(Schauspieler/in)
Jörg Dathe(Schauspieler/in)
Lorenz Leander Haas(Schauspieler/in)
Steven Draffehn(Schauspieler/in)
Johanna Heep(Schauspieler/in)
Rabea Schubert(Schauspieler/in)
Dorothea Jüttner(Schauspieler/in)
Miriam Schmid(Schauspieler/in)
Anna Theisen(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 02. Juni 2018 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 05. Juni 2018
Mittwoch, 06. Juni 2018
Samstag, 09. Juni 2018
Mittwoch, 13. Juni 2018
Freitag, 15. Juni 2018
Samstag, 16. Juni 2018
Mittwoch, 20. Juni 2018
Donnerstag, 21. Juni 2018

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