Nach der Rückkehr ihres Mannes deutet Kátja ein starkes Gewitter als übersinnliches Zeichen. Aufgewühlt beichtet sie ihren Fehltritt in aller Öffentlichkeit. Die Ächtung durch ihre Umwelt und der Verlust von Boris, der die Stadt wieder verlassen muss, sind ihr unerträglich. Sie geht in die Wolga und setzt ihrem Leben ein Ende.
Zur Charakterisierung seiner Opernfiguren hat Leoš Janáček die Tonfälle und Nuancen der tschechischen Sprache eingefangen und sie in Sprachmelodien übersetzt. Ungewöhnliche rhythmische Strukturen, eine ausdrucksstarke Orchesterbehandlung und Anklänge slawischer Volksmusik lassen das eindringliche Portrait einer jungen Frau entstehen, die an den Konventionen ihrer Zeit zerbricht. Lydia Steier, die bereits mit großem Erfolg Perelà, Armide und Saul inszeniert hat, wird Kátja Kabanová als Neuinszenierung auf der Grundlage ihrer Arbeit für das Oldenburgische Staatstheater auf die Bühne bringen.
Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung: Lydia Steier
Co-Regie: Milo Pablo Momm
Bühne: Flurin Borg Madsen
Kostüm: Ursula Kudrna
Kostümadaption: Sebastian Helminger
Licht: Ulrich Schneider
Chor: Sebastian Hernandez Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt, Christin Hagemann


