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Macbeth

in Erwin-Piscator-Haus
Uraufführung/Premiere am 13. September 2019
In Schottland führt Macbeth einen entscheidenden Krieg und erhält dafür den Ehrentitel. Doch die Prophezeiung der Hexen, König zu werden, führt ihn auf einen blutigen Pfad, der von Angst und Machtgier geprägt ist. Der Drang, die Krone zu behalten, treibt ihn zu schrecklichen Taten.

Es ist eine Erzählung über Macht und deren Fortschreiben, nicht etwa ein passives, sich ereignendes, sondern ein aktiv herbeigeführtes. Zur Macht gekommen, ist er getrieben von Angst, diese wieder zu verlieren. Gewalt setzt sich fort, multipliziert sich. Die erlangte Hybris lässt ihn nur noch das sehen, was er sehen will. So ist Macbeth auch eine Erzählung über das immer gleiche Ende, die Katastrophe. Es gibt kein Mittel sich von der Schuld reinzuwaschen, auch wenn die Verschleierung des Blicks eine Sicherheit gewährt, ist diese nur von kurzer Frist. Und ist dieser Macbeth wirklich so anders? Nicht einer, der ich ebenso sein könnte? Ist es das unausweichliche Schicksal oder eher das emotionale Agieren, dessen man sich nicht widersetzen kann, sobald man ein wenig Macht erlangt? Wie skrupellos wird man beim Ringen um politische Macht, damals wie heute?

Mit Shakespeares kürzester Tragödie eröffnet Intendantin Carola Unser die neue Spielzeit unter dem Motto REALITÄTEN. Wir begeben uns in der Auseinandersetzung mit diesem Klassiker auf die Suche nach den Realitäten, die andere erschaffen, die uns durchdringen und die wir doch alle gestalten können. Denn mehr noch geht es nicht nur um die Perspektive der Machthaber*innen, sondern ebenso, wie wir auf diese blicken. Wir sind es, die dieser Erzählung und diesen Inszenierungen von Macht beiwohnen, die dieses Bild stützen oder sich auf die Suche nach einem anderen Ende begeben können.

Für alle Menschen ab 14 Jahren, die sich kritisch mit den Mechanismen der Macht auseinandersetzen wollen und daran glauben, dass sie ihr Schicksal jederzeit in die eigene Hand nehmen können.

Mitwirkende

Delia Naß(Lichtdesign)
Fred Bielefeldt(Bühnenbild)
Jörn Fröhlich(Kostümbild)
Filiz Özbengi(Kostümbild)
Erekle Getsadze(Komponist/in)
Christin Ihle(Dramaturgie)
Michael Pietsch(Theaterpädagogik)
Anne Decker(Regieassistenz)
Saskia Boden-Dilling(Schauspieler/in)
Sven Brormann(Schauspieler/in)
Jorien Gradenwitz(Schauspieler/in)
Zenzi Huber(Schauspieler/in)
Jürgen Helmut Keuchel(Schauspieler/in)
Ben Knop(Schauspieler/in)
Romy Lehmann(Schauspieler/in)
Daniel Sempf(Schauspieler/in)
Christian Simon(Schauspieler/in)
Metin Turan(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Freitag, 13. September 2019 (Premiere / Uraufführung)

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