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Weißer Raum

in Kleist Forum
Uraufführung/Premiere am 07. Juni 2018
Lars Werner wurde mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker ausgezeichnet. Der Preis würdigt sein Stück "Weißer Raum", das sich mit den Auswirkungen des Rechtspopulismus auf den Alltag auseinandersetzt.
© Lars Werner Nicolas Lehni

In der Jury-Begründung heißt es: Mit schonungsloser Genauigkeit zeigt der Dresdner Autor Lars Werner in seinem Stück "Weißer Raum" eine Welt, in der Rechtspopulismus den Alltag bestimmt. In schlichten, höchst präzisen Dialogen entstehen Figuren, deren Sprache vertraut und gleichermaßen abstoßend ist. Es ist die Nähe zu den Menschen am Boden der Gesellschaft, die sich – im Versuch nicht ganz abzurutschen – an ihren äußersten Rändern festhalten. Und Lars Werner gibt ihnen Raum, ohne sie zu entschuldigen oder zu verurteilen. Ein gefährlicher, verstörender und kontroverser Text, dessen Aktualität eine Bereicherung für das Theater ist. Lars Werner ist ganz nah ran gegangen an die ganz anderen. (Florian Vogel, Vorsitzender der Jury)

Zur Person: Lars Werner wurde 1988 in Dresden geboren. Er studierte Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und Sculpture am Camberwell College in London. In Leipzig betrieb er mit Freunden die Kunst- und Musikräume Goldener Buergersteig und nullunendlich und war Teil des Künstlerkollektivs Many People. Das Studium der Medienkunst schloss er 2016 bei Clemens v. Wedemeyer in der class for expanded cinema mit der Inszenierung seines Stückes Clone Artists am Schauspiel Leipzig ab. Von 2014 bis 2018 war Lars Werner Student des Szenischen Schreibens an der Universität der Künste Berlin. Seit 2015 organisiert er zusammen mit Eva Hüster die Szenische Lesereihe Glanzoderharnisch, die an wechselnden Orten in Berlin, unter anderem bei der P14-Volksbühne, läuft. Von 2016 bis 2017 war Lars Werner Stipendiat der Contemporary Arts Alliance Berlin – zusammen mit Philipp Gärtner, mit dem er auch Gärtners Text Der Tod und das Internet inszenierte. Das Stück lief im Lab Frankfurt, dem BAT Studiotheater und dem Deutschen Theater in Berlin.

Lars Werners Stücke liefen, meist in Werkstattinszenierungen, bisher an folgenden Häusern: Deutsches Theater Berlin, P14-Volksbühne, Ballhaus Ost und Hans Otto Theater Potsdam.

Im Oktober 2017 eröffnete Lars Werner unter dem Dach der Kulturstätte Zukunft am Ostkreuz das Berliner Ringtheater. Das Theater widmet sich verstärkt neuer Dramatik sowie neuen performativen Formen und hat eine kollektive Organisationsstruktur.

Lars Werner lebt und arbeitet in Berlin.

Zur Bekanntgabe des diesjährigen Gewinners dieses wichtigsten Nachwuchspreises für deutschsprachige Bühnenautorinnen und -autoren sprach Florian Vogel, Künstlerischer Leiter am Kleist Forum und Vorsitzender der Jury des Kleist-Förderpreises.

Seit 1996 vergeben die Stadt Frankfurt (Oder), das Kleist Forum, die Ruhrfestspiele Recklinghausen und die Dramaturgische Gesellschaft jährlich den Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker. Anwärterinnen und Anwärter, die bei Einsendeschluss nicht älter als 35 Jahre alt sind, können sich mit noch nicht uraufgeführten Theatertexten bewerben.

Für den 23. Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker wurden 107 Manuskripte eingereicht. Das Durchschnittsalter der Bewerberinnen und Bewerber betrug 30,7 Jahre. Das Verhältnis der eingegangenen Bewerbungen von Autorinnen und Autoren war ausgeglichen.

Mitwirkende

Lars Werner(Autor/in)
Armin Petras(Autor/in)
Florian Vogel(Dramaturgie)
Harald Wolff(Dramaturgie)
Natalie Driemeyer(Dramaturgie)
Ruth Heynen(Dramaturgie)
Petra Thöring(Dramaturgie)

Spielzeiten

Donnerstag, 07. Juni 2018 (Premiere / Uraufführung)
Donnerstag, 11. Oktober 2018

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