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Medea. Stimmen

Uraufführung/Premiere am 05. April 2018
In einer radikalen Neubewertung der Medea-Geschichte erzählt Christa Wolf von der Verstoßenen, die ihre eigene Version der Ereignisse präsentiert. Sie hinterfragt die Zuschreibungen von Schuld und die Mechanismen der Ausgrenzung in der Gesellschaft.

Medea. Stimmen entstand als radikale Korrektur des gängigen Medea-Bildes. Erst seit Euripides, vorher nicht, ist sie die blutrünstige Furie, die ihre Kinder mordet. Christa Wolf fragt nach der Deutungshoheit über Historie – und danach, wessen Interesse es ist, die "wilde Frau" als Mörderin hinzustellen. Erstes Motiv aber sind für die Autorin die selbstzerstörerischen Tendenzen unserer abendländischen Zivilisation: Kolonialismus, Fremdenhass, Ausgrenzung. Wenn am Schluss das Volk aufgehetzt und blind vor Hass gegen die Fremde ist, bleibt Medea nur zu fragen: "Ist eine Welt zu denken, eine Zeit, in die ich passen könnte" – ein wütendes Fragen, ein Anrennen gegen Resignation, auf der Suche nach einem Neuanfang, nach neuen Werte-Hierarchien – nach der Zukunft.

Mitwirkende

Karoly Risz(Bühnenbild)
Susanne Uhl(Kostümbild)
Jörg-Martin Wagner(Komponist/in)
Thomas Langguth(Lichtdesign)
Juliane Koepp(Dramaturgie)
Maren Eggert(Schauspieler/in)
Edgar Eckert(Schauspieler/in)
Lisa Hrdina(Schauspieler/in)
Helmut Mooshammer(Schauspieler/in)
Thorsten Hierse(Schauspieler/in)
Kathleen Morgeneyer(Schauspieler/in)
Johanna Kolberg(Schauspieler/in)
Michael Metzler(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 05. April 2018 (Premiere / Uraufführung)
Dienstag, 10. April 2018
Freitag, 20. April 2018
Freitag, 27. April 2018

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