Ödipus ist der Fremde und Ausgestoßene, der als Kind in der Wildnis ausgesetzt werden sollte. Aus Mitleid gerettet, erkennt er schließlich, dass er der Mörder seines Vaters ist und mit seiner eigenen Mutter Kinder gezeugt hat, was ihn zur Selbsterkenntnis seiner Schuld zwingt.
Sophokles‘ antikes Drama in einer Fassung nach Heiner Müller. „Müllers Ödipus-Bearbeitung ist einfach großartig, extrem minimalistisch, unverschnörkelt und konkret, das kommt meinem Ansatz für diese Arbeit sehr entgegen“, sagt der Berliner Regisseur Christoph Mehler, der gemeinsam mit der Ausstatterin Jennifer Hörr und dem Musiker David Rimsky-Korsakow in Darmstadt regelmäßiger Gast ist.