Er bringt ihn in die Pension Schöller. Die vermeintliche Irrenanstalt ist in Wahrheit jedoch eine normale Pension, mit zugegebenermaßen einigen skurrilen Pensionsgästen: einem gealterten Major a.D., einem Großwildjäger, einer Schriftstellerin und dem Neffen des Pensionsdirektors, der trotz eines kleinen Sprachfehlers Schauspieler werden will. Für Onkel Klapproth sind das alles authentisch Verrückte. Erst freut er sich kindisch, doch schnell packt ihn das Grausen. Am Ende ist der Großgrundbesitzer selbst am Rand des Wahnsinns.
„Pension Schöller“, geschrieben 1890, thematisiert neben dem Klamauk auch den spießbürgerlichen Humus, in dem deutsche Allmachtsfantasien perfekt gedeihen konnten. Dann ist es eben sehr schnell vorbei mit der oberflächlichen Wurstigkeit und die vermeintlich harmlose Komödie entpuppt sich als abgründiges, fratzenhaftes Seelenspiel.

