Charles Gounod (1818–1893) schuf mit seiner Adaption von Shakespeares "Romeo und Julia" eine der anrührendsten Versionen für die Opernbühne. Bereits die ersten Takte der Ouvertüre machen das drohende Unheil auf eine Weise deutlich, die unter die Haut geht. In vier großen Duetten fokussiert er auf meisterhafte Weise die aufkeimende Liebe und immer größere Leidenschaft.
Entstanden ist ein lyrisches Drama, das der französischen Oper im 19. Jahrhundert ganz neue Wege wies – und an der Deutschen Oper am Rhein in der Deutung des jungen Regisseurs Philipp Westerbarkei zu erleben ist, der bereits mit seinen Inszenierungen von Bernsteins "Trouble in Tahiti" und Knussens "Wo die wilden Kerle wohnen" sowie Mozarts "Zauberflöte" in Coburg begeisterte.
Libretto von Jules Barbier und Michel Florentin Carré nach William Shakespeares Tragödie "Romeo and Juliet". In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause. Empfohlen ab 14 Jahren.


