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All das Schöne

in Schauspielhaus Graz
Uraufführung/Premiere am 27. Oktober 2018
Ein Kind beginnt, eine Liste mit all den schönen Dingen im Leben zu erstellen. Diese Liste ist ein Geschenk für die Mutter, die nach einem Selbstmordversuch im Krankenhaus liegt. Im Laufe der Zeit wird die Liste immer länger und begleitet das Kind durch verschiedene Lebensphasen.
© Maximiliane Hass, Lupi Spuma

Denn immer ist da die Angst, dass man vielleicht geerbt haben könnte, was die Mutter so schwermütig gemacht hat. „9996. Sex. 9997. Bekocht werden. 9998. Jemand ansehen, während er deinen Lieblingsfilm sieht. 9999. Die ganze Nacht durchreden. 10.000. Spät mit jemandem aufwachen, den man liebt.“ Aus dem kindlichen Plan ist längst ein ehrgeiziges Projekt geworden, das auch bei der Zahl zehntausend nicht Halt macht …

Vor einigen Jahren wurde Depression als „Volkskrankheit Nummer eins“ ausgerufen. Auch wenn Schlagworte wie „Modekrankheit“ oder „Volksseuche“ die Ernsthaftigkeit des Phänomens zunehmender depressiver Erkrankungen und Diagnosen in der westlichen Welt abzuwiegeln versuchen: Fakt ist, dass Ursachen wie Stress, Leistungsdruck, das Gefühl fehlender Selbstwirksamkeit oder Sinnlosigkeit des Daseins dazu führen, dass Menschen das Gefühl haben, ihr Leben nicht mehr bewältigen zu können. Und im schlimmsten Fall nur noch im Tod einen Ausweg sehen.

„All das Schöne“ ist eine heiter-melancholische Performance aus der Feder des Briten Duncan Macmillan, der spätestens mit dem Gewinn des Nestroypreises 2013 im deutschsprachigen Theaterraum bekannt wurde. Sein Text ist ein Plädoyer für das, was uns Mut macht im Leben. Für das, wofür es sich lohnt, jeden Tag aufzustehen. Für die Tatsache, dass es wichtig ist, die kleinen Freuden im Leben ernst zu nehmen, um nicht an den großen Problemen zu verzweifeln.

Zur Regisseurin: Cara-Sophia Pirnat, aufgewachsen in Wien, absolvierte Regiehospitanzen am Admiralspalast Berlin, Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Wien und am Burgtheater Wien. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin; ihre Diplomarbeit verfasste sie zum Thema „Elfriede Jelineks Theater“. Seit der Spielzeit 2015.16 ist sie feste Regieassistentin am Schauspielhaus Graz. „All das Schöne“ ist ihre erste Regiearbeit.

Mitwirkende

Maximiliane Haß(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Samstag, 27. Oktober 2018 (Premiere / Uraufführung)
Mittwoch, 31. Oktober 2018
Dienstag, 13. November 2018
Dienstag, 20. November 2018
Dienstag, 27. November 2018

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