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The Who and the What

in Stadttheater Wilhelmshaven
Uraufführung/Premiere am 28. Februar 2019
Afzal, ein erfolgreicher Unternehmer und strenggläubiger Muslim, sorgt sich um seine ältere Tochter Zarina, die als Schriftstellerin ohne Partner ist. Um ihre Zukunft zu sichern, meldet er sie heimlich bei einer Datingplattform an und trifft auf unerwartete Herausforderungen.

Als Zarina Eli kennenlernt, scheint Afzals Plan aufzugehen, denn der junge Konvertit vermag zwischen Zarinas modernem Lebensstil und ihrem traditionellen kulturellen Erbe eine Brücke zu schlagen. Doch Afzal muss mit Schrecken feststellen, dass die vielen Bücher über den Propheten Mohammed in Zarinas Zimmer nicht Zeichen religiöser Hingabe, sondern intellektueller Neugierde sind: In ihrem neuen Buch «The Who and the What» thematisiert Zarina die Rolle der Frau im Islam und stellt vor dem Hintergrund der Genderpolitik kritische Thesen auf, die beim Kopftuch beginnen und bis zur Sexualität und Polygamie reichen – für Vater Afzal und die jüngere Schwester Mahwish pure Blasphemie.

Der US-amerikanische Dramatiker Ayad Akhtar trifft mit seinen Stücken regelmäßig den Nerv der Zeit. Sein Erstling «Geächtet» wurde mit dem Pulitzer Prize for Drama ausgezeichnet. Einfühlsam bringt Akhtar in seinen Stücken das Spektrum menschlicher Gefühle im Spannungsfeld von Familie, kultureller Identität und Immigration auf die Bühne. Spätestens seit dem Gewinn des österreichischen Nestroy-Autorenpreises erobert Akhtar auch den deutschsprachigen Raum für sich. Mit «The Who and the What», 2012 in San Diego uraufgeführt, ist sein Werk erstmals bei Theater Orchester Biel Solothurn zu erleben. Mit kammer-spielartiger Dichte, viel Feingefühl und augenzwinkernder Komik nähert sich das Stück einer brandaktuellen und kontrovers diskutierten Thematik.

Für die Inszenierung zeichnet TOBS-Schauspieldirektorin Katharina Rupp verantwortlich. Im reduziert-eleganten Bühnenraum von Karin Fritz untersuchen Rupp und ihre Schauspieler/innen die Gefühle der innerlich zerrissenen Protagonisten. Während deren Emotionen Schicht um Schicht freigelegt werden, wird deutlich, dass Autor Akhtar weit mehr als «nur» einen kulturell-religiösen Konflikt behandelt und sich das Stück in seiner Essenz um universelle Fragen der Gesellschaft und Familienbeziehungen dreht.

Deutsch von Barbara Christ.

Mitwirkende

Frank Albert(Bühnenbild)
Matthias Schubert(Sounddesign)
Kerstin Car(Dramaturgie)
Aom Flury(Schauspieler/in)
Anna Gesewsky(Schauspieler/in)
Helmut Rühl(Schauspieler/in)
Caroline Wybranietz(Schauspieler/in)
Atina Tabé(Schauspieler/in)
Tatjana Sebben(Schauspieler/in)
Günter Baumann(Schauspieler/in)
Tom Kramer(Schauspieler/in)
Margrit Sengebusch(Dramaturgie)
Barbara Christ(Autor/in)
Karin Fritz(Bühnenbild)

Spielzeiten

Donnerstag, 07. Februar 2019 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 09. Februar 2019
Dienstag, 26. Februar 2019
Donnerstag, 28. Februar 2019
Dienstag, 05. März 2019 (Premiere / Uraufführung)
Donnerstag, 07. März 2019
Mittwoch, 13. März 2019
Freitag, 15. März 2019
Mittwoch, 20. März 2019
Freitag, 22. März 2019
Sonntag, 24. März 2019
Dienstag, 26. März 2019
Samstag, 30. März 2019
Sonntag, 07. April 2019

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