Da kehrt Karl unerkannt und unter falschem Namen an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurück, wo Amalia sich in ihn als Fremden noch einmal verliebt und dennoch ihrem verschollenen Karl treu bleibt, während Franz schon die Ermordung Karls in die Wege leitet. Doch jetzt überfallen die Räuber das Schloss und die finale Katastrophe ist unvermeidbar.
Eigenproduktion des Theaters Hagen. Schillers wortgewaltiges Drama von 1781 ist in einer auf 160 Minuten Gesamtspieldauer (inklusive Pause) reduzierten Fassung zu erleben, die Schillers Sprache verpflichtet bleibt und doch jede Menge Anschlüsse an unsere aktuelle Realität bietet. So wird aus dem Prototyp des klassischen „Sturm- und Drang“-Dramas ein für uns heute spannendes Theatererlebnis, das es in sich hat: Liebe, Politik, Sex und Gewalt, die Suche nach glaubhafter Ich-Identität und wahren Gefühlen, die Frage nach dem Sinn unseres Handelns. Dabei kommen Schillers klassische Theaterdialoge auch mit Musik zusammen und verbinden sich mit moderner Theater-Technik zu einem auch einmal die klassischen Erwartungsgrenzen überschreitenden Abend, der Unterhaltung mit Bildung und diese mit Spannung verknüpft.

