Schließlich wird er Zeuge, wie der erste Mensch aus der Retorte geschaffen wird und wohnt der Erfindung des Papiergeldes bei. Erneut beginnt er, an der eigenen Existenz zu zweifeln. Der Vollkommenheit immer weiter entrückt, greift er zu einem letzten Mittel und plant, ein neues Weltreich ganz nach seinen Vorstellungen zu gründen.
Die Neuinszenierung folgt jener Aufführungsserie des ersten Teils von Goethes Tragödie und gewinnt vor dem Hintergrund des Gedenktages große Symbolkraft. Denn Goethe entfaltete in seinem Werk ein assoziationsreiches Welttheater, das die Sehnsucht nach dem Paradies zum Ausdruck brachte, zugleich aber eine Vorahnung der Moderne mit ihren menschlichen Katastrophen einschloss.
Das Theater zeigt die Premiere von „Faust II“ anlässlich des 75. Jubiläums des Pforzheimer Gedenktags „23. Februar 1945“. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges hatten britische Bomber die Stadt weitgehend zerstört.

