Politik und Allgemeinwohl interessieren ihn nicht. Als er eines Tages dem Hut des Landvogts, der auf einer Fahnenstange mitten in Altdorf thront – sei es aus Unachtsamkeit oder bewusster Opposition – die befohlene Achtung nicht erweist, ist der persönliche Friede zu Ende. Gessler, der Landvogt, nimmt Tell fest und provoziert Böses: Er zwingt Tell unter Todesandrohung zum berühmten Apfelschuss. Tell trifft.
Zeitgleich versammeln sich politische Vertreter aus Uri, Unterwalden und Schwyz auf dem Rütli und gründen eine Eidgenossenschaft. Aufbauend auf ihre alten und wahren Werte vereinigen sie sich gegen die Ungerechtigkeit und den Machtmissbrauch der Landvögte.
Der aus seinem Paradies vertriebene Tell hingegen geht seinen eigenen Weg. Er rächt sich für den Angriff auf sein familiäres Glück und ermordet Gessler hinterrücks. Als unpolitischer Selbsthelfer vollbringt er so die politisch ausschlaggebende Tat und ebnet den Weg für den Erfolg der Eidgenossen.
Die Koproduktion mit dem Schauspiel Köln inszeniert der Schweizer Stefan Bachmann, der mit «Wilhelm Tell» an das Theater Basel zurückkehrt, dem er als Schauspieldirektor vier Jahre lang verbunden war. Bachmann ist seit 2013 Intendant des Schauspiel Köln. Mit ihm kommt auch der Schauspieler Bruno Cathomas an das Theater Basel zurück.
Inszenierung: Stefan Bachmann, Bühne: Olaf Altmann, Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes, Musik: Balthasar Streiff, Choreografie: Sabina Perry.

