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Les liaisons dangereuses

in Stadttheater Solothurn
Uraufführung/Premiere am 02. April 2022
Eine brandneue Barockoper von Antonio Vivaldi. In Kooperation mit OPERA2DAY bringt das Theater Biel Solothurn mit «Les Liaisons dangereuses» ein zentrales Werk der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts auf die Opernbühne. Die schönsten Arien Vivaldis wurden dafür mit einem neuen Libretto unterlegt und mit neu komponierten Rezitativen verbunden.
© Theater Biel Solothurn

«Les Liaisons dangereuses» ist ein Briefroman Choderlos de Laclos und gilt als ein Hauptwerk der französischen Literatur des 18. Jahrhunderts. Der Roman erschien in Frankreich erstmals 1782 und war beim zeitgenössischen Publikum ein Skandalerfolg. Der Bestseller ist eines der fulminantesten Liebes-, Eifersuchts- und Intrigenspiele aller Zeiten – und gleichzeitig ein gesellschaftskritisches Sittengemälde des ausgehenden Ancien Régime. Dass die Geschichte auch wunderbar als Oper funktioniert, deutet Laclos bereits in seinem Roman an: «Klagen über die Liebe sind nur in dramatischen Rezitativen oder grossen Arien interessant anzuhören.

Für Serge van Veggel und seine Kompanie OPERA2DAY stellte «Les Liaisons dangereuses» den idealen Ausgangspunkt für ihr Libretto dar. Obwohl die Geschichte aus Vivaldis Jahrhundert stammt, ist sie doch zeitlos: Die Intrigen der Hauptfiguren sind heute noch genau so schockierend (und faszinierend) zu erleben wie damals. Auch in der damals immer grösser werdenden Kluft zwischen einer sehr reichen Elite und der Arbeiterklasse kann eine Parallele zur Gegenwart erkannt werden.

Das Libretto stammt vom italienischen Librettisten Stefano Simone Pintor. Ausgangspunkt war, das von Vivaldi geliebte Pasticcio-Genre wieder aufleben zu lassen, mit dem Ziel, weiterzugehen und die Pasticcio-Form nach und nach zerfallen zu lassen. Verdeutlicht durch den Wechsel von metrischer Sprache zu Prosa.

Der italienische Komponist Vanni Moretto schweisste die Oper zu einem musikalischen Ganzen zusammen. Er entwickelte eine musikalische Sprache, die stark von Vivaldis Musik inspiriert ist, aber dennoch einen ausgesprochenen individuellen Charakter aufweist. Für Moretto bestand die grösste Herausforderung darin, den Verfall der barocken Welt in seiner Musik hörbar zu machen.

Die musikalische Leitung obliegt Facundo Agudin. Der Bühnenbildner Herbert Janse und die Kostümbildnerin Mirjam Peter zeichnen für die Bühnenwelt verantwortlich, in der die Geschichte um die Marquise de Merteuil und Vicomte de Valmont und ihr gefährliches Spiel mit der Liebe stattfindet.

Mitwirkende

Antonio Vivaldi(Komponist/in)
Vanni Moretto(Komponist/in)
Facundo Agudin(Musikalische Leitung)
Herbert Janse(Bühnenbild)
Mirjam Peter(Kostümbild)
Arne Bock(Sounddesign)
Karim Ameur(Dramaturgie)
Candida Guida(Schauspieler/in)
Ingeborg Bröcheler(Schauspieler/in)
Inès Berlet(Schauspieler/in)
Maayan Licht(Schauspieler/in)
Marion Grange(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 31. März 2022 (Premiere / Uraufführung)
Samstag, 02. April 2022
Sonntag, 03. April 2022
Freitag, 08. April 2022 (Premiere / Uraufführung)
Sonntag, 10. April 2022
Sonntag, 24. April 2022
Donnerstag, 28. April 2022
Freitag, 29. April 2022
Sonntag, 01. Mai 2022
Dienstag, 03. Mai 2022
Freitag, 06. Mai 2022
Mittwoch, 11. Mai 2022
Freitag, 13. Mai 2022
Mittwoch, 18. Mai 2022
Freitag, 20. Mai 2022
Freitag, 27. Mai 2022
Mittwoch, 01. Juni 2022
Dienstag, 14. Juni 2022

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