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Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos

in Akademietheater
Uraufführung/Premiere am 29. November 2018
In einem heruntergekommenen Zinshaus lebt die „ausgemergelte Pensionistin“ Wurm mit ihrem verkrüppelten Sohn Herrmann. Beide sind gefangen in einem Leben voller Schmutz und Gewalt, während Herrmann in seinen Fantasien über Tötungen schwelgt, die er gegen seine Mutter richtet.
© Copyright: Reinhard Werner/Burgtheater

Ihre Nachbarn sind der Angestellte Herr Kovacic, „seit zwei Generationen einheimischer Deutschösterreicher“, mit Gattin und Töchtern, dessen Familienidyll aus „neuer grauenhafter Einrichtung“, Eierlikör und dem väterlichen Befingern seiner Töchter gezimmert ist. Über diesen lächerlichen Verhältnissen und gequälten Einsamkeiten schließlich thront triumphierend Frau Grollfeuer, die eines Tages die Hausgemeinschaft in ihr stilvolles Speisezimmer zur Geburtstagsfeier lädt, die in einer veritablen Volksvernichtung mündet.

An deren Höhepunkt erfüllt sich Frau Grollfeuer nicht nur ihren sehnlichen Wunsch, endlich einmal „in so einen erbärmlichen Mietshauskörper hineinzustechen“, sondern hält auch gnadenlos Gerichtstag über ihr Selbst.

Schwabs „Fäkaliendramen“, zu denen seine „Radikalkomödie“ Volksvernichtung zählt, sind hässliche Porträts hässlicher Menschen, die sich in einer Kloake aus Hass, Gewalt, Niedertracht und Gemeinheit nur behaupten mittels der Sprache, die sie erzeugen, Sprache, die „sie selber sind“.

Mitwirkende

Jakob Brossmann(Bühnenbild)
Cedric Mpaka(Kostümbild)
Nikolaus Habjan(Puppenspieler/in)
Marianne Meinl(Puppenspieler/in)
Norbert Piller(Lichtdesign)
Kyrre Kvam(Komponist/in)
Hans Mrak(Dramaturgie)
Dorothee Hartinger(Schauspieler/in)
Nikolaus Habjan(Schauspieler/in)
Manuela Linshalm(Schauspieler/in)
Sarah Viktoria Frick(Schauspieler/in)
Alexandra Henkel(Schauspieler/in)
Barbara Petritsch(Schauspieler/in)

Spielzeiten

Donnerstag, 29. November 2018 (Premiere / Uraufführung)

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