Mit »La forza del destino« schuf Verdi 1862 ein musikalisches Ideendrama, das mit seiner vielgliedrigen Handlung und der reichen musikalischen Bandbreite über Verdis frühere, populäre Trilogie »Rigoletto«, »Il trovatore« und »La traviata« hinausgeht. Stetig wechselnd zwischen der Tragödie der drei Helden und buffonesken Nebenschauplätzen der »großen Welt«, führte der politisch engagierte Komponist nicht nur einen maßlos übersteigerten Ehrbegriff, sondern auch Rassendiskriminierung und offen zur Schau gestellte Kriegslust vor.
Dabei reicht Verdis Stilvielfalt von satirischen Strafpredigten, schillernden Chortableaus und dem berühmten Kampfruf »Rataplan« bis zu leidenschaftlichen Duetten und intimen Arien, in denen sich Leonora, Alvaro und Carlo ausweglos in den Fäden des Schicksals und in ihren versengenden Emotionen verfangen.
Melodrama in vier Akten Libretto von Francesco Maria Piave, nach dem Drama »Don Álvaro o La fuerza del sino« des Herzog von Rivas und »Wallensteins Lager« von Friedrich Schiller. In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

