Als Fanal für die Einmischung und Teilhabe an politischen Prozessen ist die Oper "Fidelio" auch heute noch eine Aufforderung zur Aktivität, zur Emanzipation, zum gesellschaftlichen Seitenwechsel.
Daher wird in dieser Aufführung im zweiten Teil der Oper die konventionelle Guckkasten-Situation aufgebrochen und ein Teil des Publikums auf die Bühne gebeten. 60 Zuschauerinnen und Zuschauer sitzen an einem großen Tisch und werden mit Theaterwein, Brot, Öl und Salz verköstigt. Als Teil der Tischgesellschaft müssen Sie nicht mitspielen. Es könnte allerdings sein, dass einige gebeten werden, ein Schild hochzuhalten oder eine Maske aufzusetzen. In jedem Fall sitzen Sie auf der anderen Seite und sind mittendrin, direkt neben den Sängerinnen und Sängern. Wenn Sie eine/r dieser 60 ZuschauerInnen sein möchten, wenden Sie sich bitte an die Theaterkasse. Und halten Sie sich ran: First come, first serve!
Text von Ferdinand Sonnleithner, Stephan von Breuning und Georg Treitschke nach Jean-Nicolas Bouilly.
Musikalische Leitung Yoel Gamzou, Regie Paul-Georg Dittrich, Bühne Lena Schmid, Kostüme Anna Rudolph, Licht Joachim Grindel, Chor Alice Meregaglia, Videodesign Kai Wido Meyer, Dramaturgie Isabelle Becker, Brigitte Heusinger.
Für 60 ZuschauerInnen: Auf der Bühne mitten unter den DarstellerInnen – bei Brot und Theaterwein! Infos an der Theaterkasse.
Bild: Ludwig van Beethoven

